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 Krˇlewskie Miasto Dar│owo

 
  Kr├│lewskie Miasto Dar┼éowo  
   
 
   

 Auf die AbkŘrzungen

 

     

Stadtgeschichte

DIE ERSTEN BEWOHNER – Erste Spuren des menschlichen Daseins in der Umgebung von Darłowo entstammen  der Zeit von ungefähr 8000 Jahre v. Ch.. Im Laufe der archäologischen Ausgrabungen wurden in dieser Gegend Werkzeuge entdeckt, die auf diesem Gebiet die Anwesenheit der ersten Ansiedler nachweisen lassen.

DIE BERNSTEINSTRAßE – Nach dem Untergang der keltischen Kultur stand das ganze Mitteleuropa und Pommern unter dem Einfluss der Kultur der Römer. In der Umgebung von Darłowo wurden damaliger Schmuck und Münzen von Keiser Vespasian, Zenon und der älteren Faustina wieder gefunden. Sehenswert ist ein Knochenlagerfeld, wo reich beschmückte Fibeln und bronzene und silberne Armbänder entdeckt wurden.

Aus diesem Grund kann man behaupten, dass die Gegend von heutigem Darłowo von römischen Kaufleuten besucht worden  ist. Sie zogen die Bernsteinstraße entlang, um die mitgebrachten Güter aus Bronze, Silber, Gold oder Glas gegen Bernstein, einheimischen Honig, Fell, Wachs, und sehr wahrscheinlich auch gegen Sklaven zu tauschen.

DIE BURG DIRLOV – Von dem VIII. bis zum IX. Jh. schlossen sich Ansiedlungen und befestigte Siedlungen auf den Gebieten von Darłowo in einen Organismus,  das von nun an die Burg Dirlov bildete. Sie lag an der damaligen Wippermündung in die Ostsee. Im XI Jh. gab es schon in Darłowo ein wichtiges Handelszentrum. Im Laufe der archäologischen Untersuchungen wurde hier ein Schatz gefunden, den 118 Silbermünzen aus dem XI. Jh., Schmuckbruchstücke und Silberdrähte bildeten.
Die günstige Burglage – an der Mündung von Wipper und Grabow in die Ostsee, fruchtbarer Boden und die Nähe der wichtigen Handelswege beeinflussten wesentlich die Bevölkerungsdichte auf diesem Gebiet. Auf diese Weise begann die bewegte Geschichte einer Markthafensiedlung an der Wippermündung in die Ostsee.   

STADTRECHT – In dem Jahr 1312 bekam die Siedlung von den Gebrüdern Święc – Jan, Piotr und Wawrzyniec - eine Urkunde, in der bestimmt wurde, dass für Darłowo das Lübische Stadtrecht gelten solle. Die Prinzipien von diesem Stadtrecht erwiesen sich als sehr günstig und hatten großen Einfluss auf eine schnelle Stadtentwicklung. Auch der Stadtaufbau basierte auf den lübischen Grundsätzen, kennzeichnend dafür war ein rechteckiger Markt, der im Zentrum der Siedlung lag. Bis Heute wurden nur die Straßennamen geändert, ihre Anordnung bleibt seit dem Jahr 1312 unverändert. 

BOGISLAW  V. – In dem Jahr 1317 übernahm der Herzog von Westpommern Wartislaw IV. die Aufsicht über Darłowo.
Die Stadt entwickelte sich kräftig, was den Bewohnern den Wohlstand sicherte. Auch ihre Bedeutung als einen Seehafen nahm zu. Sicherlich aus diesem Grund wählte sie Bogislaw der V., der Sohn von Wartislaw den IV. für seine Residenz. Von einer reichen Rügenwalder Städterin – Elisabeth von Behr - kaufte er eine Insel samt einer Mühle und begann dort ein Schloss zu bauen. Der Herrscher gab sich alle Mühe, damit der gebaute Sitz an repräsentativem Charakter gewann.

DARŁOWO IN DER HANSE - Im Jahre 1350, nach der Vermittlung von Kołobrzeg (Kolberg) trat Darłowo der Hanse bei, einem Bund von sich kräftig entwickelnden Städte des Ostseeraumes.
Der Beitritt erwies sich als eine zutreffende Maßnahme und beeinflusste wesentlich die Bedeutungszunahme des Handelshafens. Man braucht nur zu erwähnen, dass um die Jahrhundertwende zwischen dem XIV. und XV. Jh. Darłowo eine größere Handelsflotte als die nahe liegende Słupsk (Stolp) besaß. Die Stadt pflegte geschäftliche Kontakte mit Lübeck und die Schiffe der einheimischen Kaufleute erreichten die Normandie und sogar Spanien. Mit der Zeit gingen die Vorteile des Hansabeitritts aus den Handelsrahmen heraus und verbreiteten sich auf die anderen Lebensebenen, an Bedeutung gewannen auch die kulturellen Kontakte.         

ERICH I. VON POMMERN – KÖNIG VON DÄNEMARK, SCHWEDEN UND NORWEGEN

DIE SCHÖNE SOPHIA – Nachdem Erich I. von Pommern ohne Nachkommen gestorben ist, wurde die Herzogin Sophia, Ehefrau von Erich II. und Mutter von Bogislaw X. zu Herrin von Darłowo. Die Herzogin war eine große, blonde, schöne und intelligente Frau. Es scheint, dass sogar der König von Polen,  Kasimir Jagiello (Kazimierz Jagiellończyk) bedauerte, dass er wegen der nahen Verwandtschaft die bezaubernde und scharfsinnige pommersche Herzogin nicht geheiratet hatte. Außerdem war Sophia eine wohlhabende Erbin den unzählbaren Schätzen des mächtigen Onkels – Erich I. von Pommern.
Viele Jahre lang hörte man viele Legenden über Sophia, die sie nachteilig darstellten. Man bezeichnete sie als „Grausame Sophia“, „Weiße Dame“, die in dem Schloss von Darłowo für ihre zahlreiche Gemeinheiten und Sünden büßte. In der Wirklichkeit aber war sie eine kluge und vorausschauende Frau. Sie kümmerte sich um die Interessen von Westpommern, das ihr die Zusammenarbeit mit Polen verdankte. Damit setzte sie sich den Deutschen aus, die ihr Grausamkeit und Habgier zuschrieben.        

BOGISLAW X. – Der Sohn von Sophia und Erich II., erbte von seinen Eltern nur die besten Eigenschaften, gutes Aussehen und Intelligenz. Sorgfältig ausgebildet nahm er eine Lehre bei Jan Długosz an. Der König Kasimir Jagiello gab eben ihm die Hand seiner Tochter Anna.
Unter der Herrschaft von Bogislaw X. erlebte Darłowo seine goldene Epoche. Der innerhalb der Hanse betriebene Meereshandel bescherte der Stadt den Wohlstand, so wie der sich entwickelnde Landeshandel, der beträchtliche Gebiete Polens umfasste.

DER SEEBÄR – Mit diesem Namen bezeichnete man eine seismische Welle,  die durch tektonische Bewegungen des Meeresgrundes verursacht wurde. Die Welle wurde von einem rollenden Donner eingeleitet, der dem Brummen eines Bären ähnlich gewesen sein soll.  
So ein seltenes Ereignis löste eine verhängnisvolle Sturmflut aus, die Darłowo und seine Umgebung in dem Jahr 1497 heimsuchte. Das Ostseegewässer verwüstete völlig den Hafen, drang ins Landesinnere ein und nahm vier große Schiffe mit sich, die in Darłówko (Rügenwaldermünde) festgemacht hatten. Eines von den vier Schiffen strandete in der Nähe von Żukowo Morskie (See Zuckau), zwei weitere an dem Kartäuserkloster und das vierte nicht weit von der St. Gertrudkirche.

DER GROßBRAND – am 11. November 1624, als Bogislaw XIV. regierte, wurde Darłowo zum Opfer eines Großbrandes. Binnen 6 Stunden brannten 566 Gebäude, das Rathaus, die Pfarrkirche, eine Schule und das Pastorenhaus nieder. Viele Menschen sind ums Leben gekommen. Der Brand war der Beginn des wirtschaftlichen Untergangs von Darłowo. Seit dieser Zeit suchten weitere Brände, Pestepidemien und die Kampfhandlungen des damals ausgetragenen 30-jährigen Krieges Stadt heim.  

DAS XIX. UND XX. JAHRHUNDERT – Das Widererleben kam in den Haffen von Darłowo erst in dem XIX. Jhdt.. Der Hafen wurde aufgebaut, und die Meeresflotte vergrößert. In dem Jahr 1873 bestand die Flotte der Familie Hemptenmacher, der Stifter des Fischerbrunnens von Wilhelm Gross, aus 43 Segelschiffen. 
Am Anfang des XX. Jhdts. wurde Darłowo zu einem Modekurort. Das verdankt sie ihren besonderen Mikroklimaeigenschaften. Kennzeichnend dafür sind eine lange Sonneneinstrahlung und eine hohe Feuchtigkeit der Luft, die mit Heiljodteilchen gesättigt ist, was einen vorteilhaften Einfluss im Falle einer Kur der Atemwege- und Halskrankheiten hat. Man sagte,  dass auf Grund der zahlreichen Waldgebiete, in erster Linie Kiefern, die Gegend auch von Kurgästen genutzt worden ist, die ein Nervenleiden auskurieren wollten.    

KRIEGSGEHEIMNISSE – Mehrere interessante Plätze in Darłowo verbinden ihre Geschichte mit dem II. Weltkrieg. Es ist allgemein bekannt, dass Darłowo noch vor dem Kriegsanfang im Jahre 1939 dem III. Reich gehört hat. Es gab hier einen streng bewachten militärischen Dienstposten. In Darłowo waren die Stahlbetonschiffe gebaut worden. Die Werft befand sich dicht an dem westlichen Wellenbrecher im südwestlichen Teil des Hafens.
Es wurden zwei Trockendocks mit Helligen gebaut. Wegen der Sparsamkeit wurde am Anfang nur eine Baugrube ausgebaggert. Sie besaß einen Kopf mit einer dichten Stahlwand und einen Stahlbetonanbau darauf. Bei dem Rumpfbau wurde das Wasser ausgepumpt. Hier standen auch die Baracken der Kriegsgefangenen, die zu schweren Arbeiten beim Schiffbau gebraucht worden waren. Im Jahre 1938 wurde die Einrichtung des Truppenübungsplatzes in Darłówko beendet. Es wurde eine Bahnstrecke von Darłowo und eine Straße dem Meeresufer entlang bis nach Bobolin (Böbbelin) verlegt. Man baute auch Wirtschafts- und Amtsgebäude.
Die Umgebung des jetzigen Dienstpostens verheimlicht mehrere interessante Bauwerke. Für welche Zwecke sie gebaut wurden, bleibt jedoch immer noch ein unerklärbares Geheimnis, das ständig Interesse und Neugier erregt.
Auf dem Truppenübungsplatz von Darłowo arbeitete der Krupp-Konzern an den deutschen Eisenbahngeschützen. Hier ist das berühmte Dora entstanden, ein 1350- tonnenschweres Geschütz. Selbst das Rohr wog 400 t, die Reichweite betrug 40 km, das Gewicht einer Granate 7100 kg, die Besatzung bildeten 500 Artilleristen.
Die Verlegung Doras erforderte zwei Eisenbahnzüge, die auf zwei parallelen Gleisen liefen. Im Jahre 1941 wurde das Geschütz auf dem Übungsplatz von Darłowo zusammengebaut. Es wurde einmal, unter Anwesenheit von Hitler, bei einer Vorführung abgefeuert. Die Granate wurde auf die 47 km weite Entfernung geschossen. Der Kampfeinsatz von Dora fand u.a. bei Sewastopol statt. Als die Frontlage für die Deutschen immer ungünstiger wurde, wurde das Geschütz in das Innere Deutschlands transportiert.
Bemerkenswert ist die so genannte „chinesische Mauer“, ein Stahlbetonbauwerk, das die Deutschen im Jahre 1940 zu bauen angefangen haben. Der Umfang der Mauer betrug ca. 2000 m, ihr Umriss war unregelmäßig und über die Mauer war eine Stoffdecke ausgebreitet. Die ganze Konstruktion sollte ihrem Aussehen einem See ähnlich sein.

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